München anders

Untypisch München – Ein Blog zeigt unkonventionelle Seiten der Landeshauptstadt

Ich habe mich mit Michaela Konz und Nadine Miller im Café Pini in der Klenzestraße verabredet, um mit ihnen über ihren Blog Untypisch München zu sprechen. Glücklicherweise passt das Setting des Cafés im 50er-Jahre-Stil wunderbar um über alternative Locations in München zu sprechen. In entspannter Atmosphäre erzählen mir die beiden Modejournalismus-Studentinnen, wie sie darauf gekommen sind, über ihre Wahlheimat zu bloggen- und dass München doch „versteckt cool“ ist.

Wie seid ihr dazu gekommen, euren Blog zu starten?
Michaela: Angefangen hat es als Semesterprojekt für unseren Onlinejournalismus-Kurs, bei dem es eigentlich darum ging, einen Mode-Blog ins Leben zu rufen. Wir wollten allerdings etwas anderes, im Sinne von Mode oder Kultur, machen und haben gehofft, unsere Dozenten finden das auch gut. Das hat zum Glück geklappt.

Wie sieht euer Konzept aus? Wer ist die Leserschaft von Untypisch München?
Michaela: Uns ist wichtig, dass sich der Blog an alle wendet. Untypisch München richtet sich an Münchner, die hier schon länger leben, aber auch an Menschen, die hier neu sind.
Nadine: Auch was das Alter betrifft, haben wir keine konkrete Zielgruppe. Was uns dabei wirklich wichtig ist: dass wir mit unserem Blog eine andere Seite von München zeigen möchten. Wir wollen nicht dieses klischeebehaftete Bild zeigen, das viele Menschen von München haben.
Michaela: Viele haben, wenn sie an München denken, immer Schnösel-Bars und Schicki-Micki im Kopf und das finden wir schade.

Foto: Untypisch München

Wie ist es wirklich um Münchens „Coolness“ bestellt?
Michaela: Wahrscheinlich besser, als darüber gesprochen wird. Wenn man in anderen Städten unterwegs ist, zum Beispiel in Berlin, und sagt, woher man kommt, ist die Reaktion meistens eher negativ. Warum wird das so abgetan? Mittlerweile wissen wir, dass München cool sein kann -wenn man das will!
Nadine: Ich habe mich bewusst für München entschieden, halte meine Stadt für vielfältig und kulturell relevant und finde es sehr schade, dass viele Menschen aufgrund ihrer eigenen Vorurteile der Stadt keine Chance geben.
Michaela: In Berlin zum Beispiel sind die Kontakte der Menschen, im Bezug auf Partys, oft ziemlich oberflächlich und damit irgendwie gar nicht so cool.

Mittlerweile wissen wir, dass München cool sein kann -wenn man das will!

Seht ihr euch wirklich als Alternative zu bestehenden München-Blogs? Kann man sagen, ihr seid „München anders“?
Michaela: Im Vergleich mit anderen München-Blogs sehen wir uns als alternativ. Wir haben einen Ansatz, der uns von anderen Blogs in der Richtung unterscheidet. Denn wir möchten sicherstellen, dass wir den Menschen, die Untypisch München besuchen, alternative Bars, Clubs und Restaurants abseits von bestehenden Stereotypen vorstellen können. Wir schließen aber auch kein Lokal kategorisch aus, nur weil es zum Beispiel teuer ist.
Nadine: Genau. Wir wollen aber auch, dass unsere Texte und unser Schreibstil zu den Sachen passen, die wir vorstellen und dass wir authentisch bleiben: Das ist uns wichtig.

Untypisch München ist eine Internet-Plattform, die alternative Lokale, Bars und Clubs in München vorstellt. Abseits von Chichi und teuren Luxuslokalen zeigen Liana Boldova, Michaela Konz, Nadine Miller und Lisa Spanner charmante und unkonventionelle Seiten der bayerischen Landeshauptstadt.

http://www.untypischmuc.de/

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