Schmuckdesign im Schlachthofviertel

Das Schlachthofviertel in München verändert sich. Künstler und junge Unternehmer entdecken das Viertel für sich und beleben es neu. ein Bericht von Sinje Krieger-Pflaume

Im Schlachthofviertel Isarvorstadt tut sich was. Wo einst verstaubte Einzelhandelsläden mit vergilbten Vorhängen zu finden waren, entstehen mehr und mehr kreative Geschäftskonzepte.

Das haben die Schmuckdesignerinnen Sarah Lierl, Anne Gericke , Barbara Decker und Pura Ferreiro  schon vor Jahren für sich erkannt und gründeten Die tragbar in der Zenettistraße.

Dosen mit Filzblüten, Verschlüssen und Anhängern schaffen Lebendigkeit (Foto: Sinje Krieger-Pflaume)

Mehr als nur ein Laden

Das einstige Lebensmittelgeschäft wurde liebevoll restauriert und mit individuellen Accessoires ausgestattet. Der Laden, der zugleich Schmuckgalerie und Produktionsstätte ist, erinnert eher an ein Wohnzimmer, als einen schlichten Show Room. Die Athmosphäre ist persönlich. Zwei Altbauräume und eine angrenzende Werkstatt bilden eine harmonische Einheit. Der Kunde darf sich wohl fühlen. Er ist eingeladen, es sich auf dem schweren Omasofa oder auf einem der kleinen 60iger Jahre Hocker bequem zu machen. Hier wird nicht nur gearbeitet und verkauft. Hier wird auch gelebt, gelacht und geredet.

Rot, Gelb, Blau? Ohrringe in jeder Farbnuance schillern wie bunte Perlen (Foto: Sinje Krieger-Pflaume)

Persönlicher Ausdruck im Design

Die Künstlerinnen setzen unterschiedliche Akzente im Schmuckdesign und bilden so eine optimale Ergänzung. Ihr Anspruch an Kreativität und Qualität eint sie zu einem schöpferischen Team. Die Entwürfe, die in der Goldschmiede ihre Umsetzung finden, erhalten die ganz persönliche Note der jeweiligen Designerin. Unterschiedliche wie auch ungewöhnliche Materialien werden hier bearbeitet und fantasievoll zusammen gefügt. Das zeigt sich im Resultat. Die Schmuckstücke zeugen von bestechender Eleganz, Zartheit und Leichtigkeit. E-Mail: hallo@tragbar.info

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Wandel bedeutet für mich Veränderung und Entwicklung in allem, was ist und in dem, was wir sind und tun. Ohne Wandel kein Wachstum. Das Leben fordert Entscheidungen und bedeutet oft Loslassen und Erneuerung. Von einem Punkt zum nächsten. Im Fluß sein. Sich ab und zu verwandeln. Zulassen, was neu, was anders ist, was sich verändern will. Dadurch öffnen sich Türen. Diese Haltung ermöglicht mir eine andere Sicht auf das Leben und macht meine Welt größer. Ich halte es mit den Worten Joachim Gaucks 'Es liegt an uns, Veränderungen nicht zu fürchten, sondern sie als Aufgabe anzunehmen.'