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24. Mai: 20. Alternativer Medienpreis – Publikum feierte die Gewinner

Volles Haus bei der Verleihung des Alternativen Medienpreises am 24. Mai in Nürnberg: Das Themenspektrum der Gewinner reicht vom Dokumentarfilm „Kinderhandel – mitten in Europa“ bis zum aufklärenden Multimedia-Portal „Projekt Prävention“, das sich gegen Demokratiefeindlichkeit richtet. Fünf Preise gab es in den Sparten Leben, Geschichte, Macht, Vernetzung und Zukunft.

Am Freitagabend 24. Mai 2019 verliehen die Nürnberger Medienakademie und die Stiftung Journalistenakademie am Bildungszentrum der Stadt Nürnberg zum 20. Mal den Alternativen Medienpreis. 218 Bewerbungen wurden zum Wettbewerb eingereicht. Die Preisträgerinnen und Preisträger kommen diesmal aus Deutschland und Österreich. Wie im Dritten Reich der Besitz jüdischer Bürger nach ihrer Deportation systematisch versteigert wurde, dokumentieren die Filmemacher Jan N. Lorenzen und Michael Schönherr im Dokumentarfilm „Die Versteigerer. Profiteure des Holocaust“. Sie sind Preisträger in der Kategorie Geschichte. Der Film wurde im Oktober 2018 in der ARD und im November 2018 im MDR-Fernsehen ausgestrahlt. OIDA, ein journalistisches Projekt von 40 Studenten des Masterstudiengangs „Journalismus und Neue Medien“ der FH Wien, zeigt die Vielschichtigkeit des Alters in seinen schönen und traurigen Facetten. Laura Anninger und ihr Team gewinnen den Preis in der Sparte Leben.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Alternativen Medienpreises 2019
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Alternativen Medienpreises 2019 Untere Reihe, von links: Jonathan Petereit, Preisträger Sparte Macht; Elise Landschek, Preisträgerin Sparte Zukunft; Laura Anninger, Preisträgerin Sparte Leben; Sophie Kratzer, Preisträgerin Sparte Vernetzung; Prof. Dr. Gabriele Hooffacker, Stiftung Journalistenakademie Obere Reihe, von links: Moritz Kautsch, Preisträger Sparte Macht; Michael Schönherr, Preisträger Sparte Geschichte; Bettine Kuhnert, Preisträgerin Sparte Vernetzung; Peter Lokk, Nürnberger Medienakademie; Foto: Sven Mainka

In ihrem Dokumentarfilm „Kinderhandel – Mitten in Europa“, der vom NDR koproduziert wurde, decken Silvia Nagel und Sonya Winterberg kriminelle Machenschaften auf. An sie geht der Alternative Medienpreis in der Sparte Macht. Das Multimedia-Dossier „Goldhandys“ schildert die Situation in den Ländern, in denen Gold für Smartphones abgebaut wird. Es zeigt, was zu tun ist, um den Menschen dort zu helfen. Dafür erhalten Christian Selbherr, Bettine Kuhnert und Sophie Kratzer von Missio München den Preis in der Kategorie Vernetzung. In Deutschland wächst die Demokratiefeindlichkeit. Was kann man dagegen tun? Der Alternativen Medienpreis in der Kategorie Zukunft geht für das „Projekt Prävention“ an Elise Landschek und ihr Team.

Die Nürnberger Band El Loco Motivo
Die Band El Loco Motivo begeisterte das Publikum bei der Verleihung des Alternativen Medienpreises in der Orangerie des Bildungszentrums der Stadt Nürnberg. Foto: Sven Mainka.

Das Publikum in der vollbesetzten Orangerie am Nürnberger Bildungszentrum feierte die Gewinner und applaudierte der Band El Loco Motivo. Alle fünf Preise sind mit 500 Euro dotiert. Das Kulturreferat der Stadt Nürnberg, die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion in Verdi, der Verein Kommunikation und neue Medien und weitere Förderer unterstützten den Wettbewerb. Informationen: www.alternativer-medienpreis.de